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Freitagmorgen, Dauerregen, 4°C und es wird gar nicht hell. An so einem Tag möchte man nur im Bett bleiben und die Decke über den Kopf ziehen. Aber ich hatte mir ja vorgenommen, das erste Mal zur Classic Expo nach Salzburg zu fahren. Also doch raus aus dem Bett und rein ins Auto. Noch immer etwas müde und schlecht gelaunt stehe ich am Messezentrum vor Halle 10 und mache die Tür auf – was für ein Anblick! Adrenalin strömt auf einmal durch den Körper, die Nackenhaare stellen sich auf – eine Halle, so groß, wie ein Fußballfeld, gefüllt mit allem, was ich mir als Kind schon immer gewünscht habe. Porsche, Ferrari, Lamborghini, Mercedes und und und… -  Soweit das Auge reicht nur Traumautos und alle sehen aus wie neu oder besser. Alle Müdigkeit und schlechte Laune sind sofort verflogen. Aber wohin soll ich zuerst gehen, welches Auto zieht mich am meisten an? Schwer zu sagen und so laufe ich wie im Traum kreuz und quer ohne Plan durch die Ausstellung und kann mich nicht satt sehen. Das einzige, was den schönen Traum stört, sind die Preisschilder an den Autos – was hier zum Teil aufgerufen wird ist schlicht schwindelerregend.

Am Ende schließt die Halle 9 an und da sehe ich gleich Vertrautes – die Banner und Fahnen des PCVÖ. Umrahmt von vielen Porschemodellen steht der Club Porschestand, den die Mitglieder  vom Porscheclub Pinzgau liebevoll aufgebaut haben. In der Mitte präsentiert sich ein blauer Cafe-Bar-Bulli.  Ein VW T1 mit Doppelkabine und Pritsche, auf der eine komplette Bar montiert ist. Zwei nette Damen nehmen mich auch gleich freundlich in Empfang und ich bekomme erstmal einen Kaffee und einen selbst gebackenen Muffin. Kollegen anderer Porscheclubs sind auch schon da und sofort beginnen die Benzingespräche.

Gut gestärkt beginnen wir nun in kleinen Gruppen die ganze Ausstellung genauer zu erkunden. Nach Halle 9 gab es ja noch mehr zu sehen – zwei Hallen voll mit Ersatzteilen, Modellautos, Büchern und vielem mehr. Halle1 war ganz dem Dorotheum vorbehalten – hier waren alle Fahrzeuge ausgestellt, die am Samstag zur Versteigerung kamen. Vom Messerschmitt Kabinenroller über einen Porsche Traktor bis zu Modellen aller Nobelmarken wie Ferrari und Porsche standen hier für die Besucher zur Begutachtung bereit. Viele Interessenten wuselten um die Autos und ließen sich von Mitarbeitern des Dorotheum alle Details erklären. Die Hallen 6 und 7 schließlich waren den Privatverkäufern vorbehalten. Auch hier fanden sich viele Exoten aber auch weniger exklusive Fahrzeuge zu erschwinglicheren Preisen. Ein Burgerstand bot dort Gelegenheit für mögliche Käufer und Verkäufer in Ruhe zu verhandeln.

Zwischen den Wanderungen durch die Hallen, immer wenn die Beine schwerer wurden, trafen wir uns in unterschiedlichen Runden wieder zusammen am Messestand der österreichischen Porscheclubs. Dort konnten wir uns bei Würstel und Bier für die nächsten Hallenrunden wieder erholen. Und immer wieder gab es etwas zu bestaunen, was man beim letzten Mal übersehen hatte. Aber nach gut 5 Stunden des Schlenderns durch die Hallen mit so vielen wunderschönen Autos war es dann doch genug und ich trat bestens gelaunt und erfüllt wieder die Heimreise an.

Ganz herzlichen Dank an den Porsche Clubverband Österreich, allen voran dem Porscheclub Pinzgau und im speziellen der Familie Fersterer, die uns den Besuch der Expo Classic in Salzburg so versüßt haben. Wir hatten immer eine wunderbare Anlaufstation, konnten Bekanntschaften vertiefen und neue schließen und wurden dabei immer freundlich und herzlich betreut- vergelt’s Gott und bis zum nächsten Jahr!

Hiu

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