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02. - 05. September 2021
Erst eine Woche vor der Veranstaltung war klar, dass die „4. Internationalen Porsche Tage 2021“ wie geplant stattfinden können. Als Lohn der besonderen Mühe baute sich ein paar Tage vorher über Europa ein mächtiges Hochdruckgebiet auf und sorgte für das unglaublich schöne Wetter während der Veranstaltung mit vier Tagen blauem Himmel und Sonnenschein!

Tag 1, Donnerstag
Schon die Einschreibung am Donnerstag sollte ein Event für sich werden. Immerhin war man als Teilnehmer dort eine Zeitlang beschäftigt, unter anderem wegen der notwendigen 3G-Kontrollen und sehr viel Papierkram. Für Abwechslung war gesorgt, denn die Teilnehmer trafen sich zum ersten Mal ab Mittag am Vorplatz des Ferry Porsche Congress Center und konnten im Porsche Event Truck alles Notwendige erledigen. Dazu gab es Begrüßungsgeschenke und als erste Aufgabe waren die Fahrzeuge zu bekleben, denn dies war die Eintrittskarte zu allen weiteren Eventteilen.

Am späteren Nachmittag und Abend folgte das „Meet & Greet“ mit dem eigenen Porsche am Flughafen Zell am See. Vor der großartigen Kulisse der umliegenden Dreitausender, darunter das Kitzsteinhorn, formierten sich 125 Porsche in Reih und Glied zu einem schönen Gruppenbild. Die Porsche AG stellte zwei Cupfahrzeuge und einen Taycan aus und eine Band des Konservatoriums Graz sorgte im warmen Licht der untergehenden Sonne mit entspannten Rhythmen für die musikalische Umrahmung. Mit einem Aperitif in der Hand trafen sich unsere Gäste zwischen den Fahrzeugen zu Benzingesprächen oder nutzten die Chance, in einem der vier Hubschrauber von Cpt. Toni Rainer eine spektakuläre Runde in der Bergwelt des Pinzgau zu fliegen.
Langsam ging die Sonne unter und bei den kühleren Temperaturen setzten wir dem Empfang im Hangar fort, wo Dr. Wolfgang Porsche, Initiator und Schirmherr der Internationalen Porsche Tage, die Eröffnungsrede hielt. Schon der erste Nachmittag und Abend hinterließen bei unseren Gästen einen unvergesslichen Eindruck und so sollte es weiter gehen.

Tag 2, Freitag
Traditionell wird am zweiten Tag von der Rampe des Tauern Spa in Kaprun gestartet. Für die verschiedenen Sonderprüfungen beim „Dr. Wolfgang Porsche Cup“, einem Bewerb auf Gleichmäßigkeit, gab es vorher ein Fahrerbriefing und nach dem Studium des Roadbooks starteten die Teams in Abständen von 40 Sekunden. Die Route führte bei Kaiserwetter über die Großglocknerhochalpenstraße zum „Porsche Museum Pfeifhofer“ nach Gmünd. Über die Sonderprüfungen am Anfang sei nur gesagt, dass alle ehrgeizig waren, aber die meisten daran großartig scheiterten. Spaß muss sein und so gab es zum Ausgleich ein gemütliches Mittagsevent in Gmünd. Die Gastgeber Mirjam und Christoph Pfeifhofer versorgten die Teilnehmer beim neuen Museumszubau mit Musik, köstlichem Essen aus dem Airstream und persönlich betreuten Museumsrunden bestens.

Der Rückweg über die Katschbergstraße rundete unsere „Porsche Grand Tour“ entsprechend ab, bevor wir zum „Austrian Evening“ aufbrachen. Im Garten des Sportresorts Alpenblick der Familie Segl wartete der Porsche Bergspyder und seine zeitgenössische Studie auf uns. Für den historischen Background sorgten Porsche Legenden wie Rudi Lins und Strietzel Stuck, die uns im Interview von den damals wilden Zeiten im Rennsport erzählten, während die junge Garde an Porsche Werksfahrern Richard Lietz, Laurens Vanthoor und Gianmaria Bruni uns schon den ganzen Tag begleitete und sich mit uns Porsche Fans aus ganz Europa austauschte.
Auch wieder ein langer und erlebnisreicher Tag unter Porsche Freunden.

Tag 3, Samstag
Selbst am Samstag hieß es früh aufstehen, denn unsere Teilnehmer mussten rechtzeitig vor dem Start ab 09.00 Uhr ihre Fahrzeuge vorsichtig und nach Startnummern gereiht in der Fußgängerzone von Zell am See auffädeln. So ein Event lockt außerdem Hunderte von Zusehern und Zaungästen an den Start und unser Kommentator sorgte dabei für die entsprechenden Geschichten über die einzelnen Teams und Autos. Parallel dazu hatte der Porsche Club Pinzgau, unser jüngster Club in Österreich, als zusätzliche Attraktion eine Ausstellung der eigenen Clubfahrzeuge aufgebaut.

Gefahren wurde heute nach dem zweiten Teil des Roadbooks. Jeweils eine Hälfte der Teilnehmer war halbtags zu einer Orientierungsrunde im Pinzgau unterwegs oder am Brandlhof schwer beschäftigt.
Da es dort eine neue und ca. 1.700 Meter lange, durchaus fordernde Rennstrecke gibt, konnten wir in kleinen Gruppen den eigenen Porsche artgerecht bewegen und anschließend einen Taycan Turbo S einige Runden lang verschärft und mit Launch Control-Start selbst Probe fahren. Liebe Leute, da könnte man schon vom rechten Glauben abfallen …
Noch waren vier weitere Sonderprüfungen für den „Dr. Wolfgang Porsche Cup“ zu erledigen. Das war grundsätzlich eine Gleichmäßigkeitsprüfung, da diese Wertung aber nach den Ergebnissen des Vortags für die meisten Teams „nicht mehr hoch zu gewinnen“ war, wurde die Gelegenheit genützt, die Runden im Fahrtechnikzentrum sehr flott zu absolvieren. Man konnte auch Ehrgeiz, Spaß und Speed verbinden und ich berichte mit Stolz, dass der „Dr. Wolfgang Porsche Cup“ vom Team meiner Söhne Daniel und Philipp Steiner auf dem GT3 gewonnen wurde. Der zweite Platz ging an des Team Erich und Evelyn Hofer, der dritte Platz an Moritz und Sebastian Berger auf 922 Turbo S, mit 18 und 13 Jahren unser jüngstes Team im Bewerb.
Das attraktive Beiprogramm mit Offroadtouren im Cayenne, Probe sitzen in einem Cupauto oder ein Reifengespräch mit den Spezialisten von Michelin sorgten für weitere Abwechslung.

Dieser eindrucksvolle Porsche Tag fand seinen abschließenden Höhepunkt beim Galaabend im Ferry Porsche Congress Center. Dieser Abend gehörte ganz der Porsche AG. Ein Galamenü wurde serviert und Reden von Dr. Wolfgang Porsche und Detlev von Platen, Mitglied des Vorstands für Vertrieb und Marketing der Porsche AG eröffneten uns einige Blicke in die Zukunft von Porsche. Nach den Ehrungen der Siegerteams beim Cupbewerb sowie dem Concours d’Élégance klangen die „4. Internationalen Porsche Tage 2021“ mit Livemusik und Tanz bis in den frühen Morgen aus. Voll mit großen Emotionen verabschiedeten sich unsere Gäste mit dem festen Vorsatz, das nächste Mal wieder dabei sein zu wollen.

Tag 4, Sonntag und danach
Mit etwas Wehmut machten sich die Teams auf ihren zum Teil sehr langen Rückweg und wir als Veranstalter konnten nach viel positivem Teilnehmerfeedback zufrieden Bilanz ziehen. Für mich als Organisator mehr als genug Motivation für die nächste Edition der Porsche Tage 2023 oder 2024 …
Was bleibt sind beeindruckende Bilder und Erinnerungen an Begegnungen mit Menschen, die den Mythos Porsche in der internationalen Gemeinschaft von Porsche Clubmitgliedern mit großer Begeisterung leben und Porsche im Herzen haben!

Mehr Eindrücke vermittelt auch ein toller Videoclip auf dem YouTube-Kanal der Porsche AG 

Text: Karl Steiner, Präsident Porsche Club Graz und Projektleiter der "Internationalen Porsche Tage Zell am See - Kaprun"
Bilder: Peter Reiter (PCG), Niki Faistauer (TVB), Carsten Horn (Porsche AG)

 

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