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Es war auch schon mal wärmer am 1. Mai, unserem traditionellen Datum für die erste Clubausfahrt in der Saison.

Nun denn, die mehr oder (eher) wenigen üblichen Verdächtigen starteten gegen zehn, warm angezogen und schirmbewehrt in Howald gegen Osten, via Remich und und Saarburg in den Hochwald, wo wir im Dorf Hentern (oh ja, sehr dörflich, aber romantisch gelegen) um halb zwölf eintrafen und den Mittagstisch enterten. Unkompliziert, ohne Menüzwang, und vor allem reich aufgetischt ging’s zur Sache, alles zu Preisen, die in Luxusburg schon längst Geschichte sind...

Dermaßen gestärkt fuhren wir durch einsame Wälder zum Flugmuseum Hermeskeil, einem erstaunlichen Ort.

Nasa-Raketen ragen gegen einen stahlgrauen Himmel, eine Concorde, die Kaffee und Kuchen anbietet, Schleudersitze aus Kampfjets in den Ausstellungshallen, daneben beeindruckende Motoren und Turbinen aus allen Jahrzehnten und Herkunftsländern der Fliegerei, Militärjets aus dem Kalten Krieg und der Force de Frappe, zum ewigen Frieden abgestellt im Hunsrück, Passagiermaschinen aus der Zeit der beginnenden Demokratisierung der Urlaubsflüge (Super Constellation, Comet, Caravelle, Iljuschin u.a., dazwischen ein Schwersthelikopter aus Russland, der bei seiner Überführung von jenseits des Urals 90.000 Liter Sprit versoff (Hat da jemand etwas von CO2-Ausstoß gesagt?), skurrile Helikopter, die aussehen wie genmanipulierte Rieseninsekten und Flugmaschinen, die ob ihrer klapprigen Bauweise nur mäßig Vertrauen in ihre Sicherheit aufkommen lassen...

Alles in allem, ein absolut sehenswerter Ort, ich würde es einen spukhaften, surrealistisch angehauchten, unwahrscheinlichen Flughafen nennen.

Wie immer, wer’s verpasst hat, ist selber schuld, und es waren heuer leider sehr viele.

Der Rückflug über die Autobahn, der untergehenden Sonne entgegen, verlief ohne Zwischenfall.

mb