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Porsche Club feiert Jubiläum 50 Jahre Porsche 911

Vorab dazu: Die Pressemitteilung @ Porscheplatz

Am 1. Juni fand anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Porsche 911“ eine Sternfahrt nach Leipzig, mit fünfzig zuvor ausgelosten Mitgliedern aus den Porsche Clubs in Deutschland, statt. Diese nahmen mit 911 Modellen teil, welche die sieben Generationen 911, und somit 50 Jahre 911, repräsentierten. Zu Beginn durften sich die Teilnehmer über einen Blick hinter die Kulissen der Produktion in Leipzig freuen. Anschließend erlebten die Gäste mit ihrem „Elfer“ auf dem werkseigenen Rundkurs echte Rennatmosphäre. Am Nachmittag ging es dann im geführten Korso Richtung Innenstadt, Ziel: der Augustusplatz vor dem traditionsreichen Gewandhaus zu Leipzig, wo sich die 50 Sportwagenikonen zu einem spektakulären Mosaik formierten. Das Gewandhaus zu Leipzig ist bereits seit vielen Jahren durch eine Kulturpartnerschaft eng mit der Dr. Ing. h.c.F. Porsche AG verbunden.

Interessierte bekamen so die einmalige Gelegenheit, die Sportwagen-Legende 911 aus allen fünf Produktionsdekaden, von den 1960er-Jahren bis heute, in einer wunderschönen Kulisse mit einer grandiosen Aufstellung zu bewundern. Ein unvergesslicher Moment für Stadt, Gäste und Teilnehmer. „Leipzig wird Zeuge eines ganz besonderen Augenblicks: Die Zusammenkunft auf dem Augustenplatz ist ein Tribut an 50 Jahre höchste Ingenieurskunst und Begeisterung für die Ikone der Marke Porsche“, so Klaus Zellmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH. Gekrönt wurde der Tag dann am Abend mit einem für das Jubiläum des Porsche 911 stattfindenden Konzerts des Gewandhaus Orchesters. Werke von Ludwig van Beethoven und Hector Berlioz waren ein unvergessliches Klangerlebnis und schufen den gelungenen Abschluss eines wahren „Jubiläumstages“ in Leipzig für alle Beteiligten.

Soviel zur offiziellen Verlautbarung ..., und nun zur persönlichen Schilderung des Erlebnisses:

Wir waren dabei, dazu ausersehen, mit den G-Modellen, Coupe und Targa, an diesem „nassen“ Abenteuer vor Ort in Leipzig teilzunehmen. Also nach Bekanntgabe und Einladung den zweiten Fahrer organisiert, was die besondere Gelegenheit zu einem Vater und Sohn-Ausflug bot. Zur Kommunikation von Auto zu Auto haben wir uns übrigens handliche Sprechfunkgeräte ausgeliehen, die sich beim späteren Verlauf im „fremden Terrain“ immer wieder als nützliches Hilfsmittel bewährten.

Um die eigentliche Veranstaltung am Samstag stressfrei zu genießen, entschlossen wir uns im Vorfeld, bereits am Freitag ab 10 Uhr von Stuttgart nach Leipzig zu fahren. Das war eine eigentlich gute Idee, zumal wir die landschaftlich schöne Strecke über Würzburg, Schweinfurt , Erfurt (A 71), Jena bis Leipzig ausgewählt hatten. Nur hatten wir von zu Hause bis nach Leipzig immer wieder heftige Regenschauer und eine unfallbedingt gesperrte Autobahn, was uns zu einem längeren Umweg durch die sattgrüne Landschaft Thüringens mit ihren kleinen, verschlafenen Ortschaften zwang. Am Ende waren wir gegen 19 Uhr in Leipzig und froh, wohlbehalten und ohne nennenswerte Wassereinbrüche den hoteleigenen Parkplatz mit den beiden problemlos gelaufenen Alt-Elfern anzusteuern.Anbei ein paar Impressionen von der Anreise ...

10 Uhr 30: A81 im Regen ...

13 Uhr: A 71, bei Ilmenau im Stau ...

Zeugen der Vergangenheit entlang der Route ...

16:30: nach viel Stop and Go und 6 Stunden Fahrt noch 160 Kilometer bis Leipzig!

Den Abend nutzten wir für einen Stadtbummel durch die Stadt. Wir waren sehr beeindruckt von den schönen Strassenzügen mit den vielen renovierten Altbauten .Am nächsten Tag wurde es wieder Zeit, den luftgekühlten Boxer im Heck zu starten, um sich zum Porsche Werk vor den Toren der Stadt zu bewegen.

Leipzig-City: Gut aufpassen, damit wir uns nicht verlieren ...

Porsche Leipzig: Geschafft, angekommen im Porsche Werk ...

Dort wurden wir dann herzlich von der Porsche-Clubmannschaft empfangen. Erst einmal gab es viele Begrüssungen und den ersten Austausch über Anfahrt, Autos und gemeinsame Erinnerungen. Dann ging es mit einem reichhaltigen Mahl vom Büffet im monumentalen Porsche-Gebäude mit Sicht auf Autos und Teststrecke an gemeinsamen Tischen mit den anderen Teilnehmern los.

Blick vom Casino: Die Ankömmlinge in Reih ́und Glied ...

Dann die Elfer, vom F-Modell bis zum 964, zur Aufstellung an die Teststrecke, die anderen Fahrer und Begleitungen zur Führung durch das Werk. Alle ordentlich aufgeregt, instruiert zum geführten Fahren durch den 987 ́er Boxster mit Durchsagen über das Autoradio mit Frequenz 89,6.

Teststrecke: Erst mal anstehen, bevor ́s los geht ...

Und dann ging es 45 Minuten gut zur Sache mit den alten Eisen, wo Fahrer und Autos auf der anfangs noch nassen Strecke alles geben mussten, um an dem schlichten Boxster oder dem Vordermann dranzubleiben.

Hier fahren die ersten 30 Jahre Elfergenerationen mit beherztem Hüftschwung um die „Ecken“ des Geländes.

Auch den betreueunden Porsche-Mitarbeitern von Porsche hat es sichtlich Spaß bereitet. Es gab sogar einen geplanten Zwischenstop in der Boxengasse für diejenigen Beifahrer, die so kurz nach dem Mittagessen das Auto doch lieber verlassen wollten ;-)

die Profifotografen von Porsche haben bei abtrocknender Strecke fleißig geschossen und gefilmt ...

Es war klasse, im Pulk von 130 bis 300 PS zügig in wechselnder Reihenfolge über den teilweise anspruchsvollenTrack zu steuern („Curbs bitte unbedingt auslassen“).

Irgendwie hat ́s mir bei Nässe fast den größeren Spaß gebracht.

Wenn ich richtg gezählt habe, waren es drei Dreher im Feld, aber alle Verfolger haben spontan richtig reagiert und so kam kein einziges Auto zu Schaden.

Irgendwann mussten wir dann leider (!) doch die Boxengasse ansteuern und die knisternden 911 ́er wieder abstellen – etwas abgekämpft, aber glücklich.

Anspannung – Entspannung ...

Nun ging es auch für uns zur Werksführung, wo wir eine hochmoderne und pieksaubere Montagehalle für Cayenne und Panamera zu sehen bekamen.

Nach Kaffee und Kuchen Aufbruch, back to Leipzig-City

Stau auf der Rückfahrt in die Stadt ...

Thomas nutzt die Chance und testet gleich mal seine neuen Pflegemittelchen ...

Bei der Ankunft in der Stadt wurden die Autos auf dem Augustusplatz vor dem Gewandhaus nach Baujahren eingewiesen und in vorher festgelegter Formation aufgestellt. Die anwesende Bevölkerung begleitete das Spektakel neugierig – es

wurde (vor dem großen Regen) heftig begutachtet und mit zahlreichen spontanen Bekundungen kommentiert.

Porsche-Aufnahmen, auf dem Augustusplatz

Auch die Autos bekamen (wieder mal) eine Dusche ...

Klassiche Darbietung, auch bei Regen fotografisch reizvoll ...Nun stand der letzte, offizielle Teil des Programms bevor. Also schnell ins Hotel zum Duschen und Umziehen, bevor es ins Gewandhaus zum Empfang und zum anschließenden, festlichen Konzert ging.

Die Kulisse zeigte sich dann noch einmal als beeindruckendes Kontrastprogramm zwischen Technik und Kultur (was gut miteinander harmonierte).



Porsche-Aufnahmen

Im Leipziger Gewandhaus, einem modern erbauten Konzerthaus, wurde das Event am Samstagabend mit einem Empfang bei einem leckeren Abendessen und diversen Ansprachen abgerundet. Eine gute Gelegenheit, auch den anderen Clubmitgliedern über gute Gespräche und das gemeinsam Erlebte nochmals näher zu kommen.

Das nachfolgende Konzert mit Beethoven und Berlioz war fulminant und der stehende Beifall und die Begeisterung des großen Publikums machten nochmals klar, dass man hier wirklich Besonderes geboten hatte.

Im Hotel war dann die Bar für die Konzertheimkehrer der Sammelpunkt, wo die meisten Teilnehmer diesen aufregenden Tag bei Cocktails und angeregten Unterhaltungen gemeinsam ausklingen ließen.

Doch, es gab noch ein spontanes Angebot für Genießer – einen mitternächtlichen Spaziergang mit Besuch der Nikolaikirche (dem Ausgangspunkt der friedlichen Revolution vor dem Mauerfall) zum nächtlichen Vorspiel auf der mächtigen Orgel, deren Spieltisch von Porsche-Designern neu gestaltet wurde (der An-Aus Schalter sitzt links ...). Ein letztes, für viele spontane Begleiter tief beeindruckendes Erlebnis an diesem Tag.

Am Sonntagmorgen war die Zeit für letzte Gespräche beim gemeinsamen Frühstück vor der bevorstehenden Heimfahrt. Freundliche und herzliche Verabschiedungen und zahlreiche Schwüre, beim nächsten runden Elfergeburtstag wieder dabei sein zu wollen.

Und so ging es dann einfach nur noch gen Heimat, mit Elfersound im Rücken, bei sich endlich verziehenden Regenwolken ...

Vesper oder Funkgerät?

Sonntagnachmittag: Glücklich daheim, die Sonne lacht ...

Ein unvergessliches Erlebnis, von Frau Schwegler (Porsche Clubbetreuung) und ihrem motivierten Team sehr professionell organisiert. Danke dafür!

Ralph und Nico, Juni 2013


01.06.2013

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