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16. Bodensee Oldtimer Rallye mit erfolgreicher Beteiligung von zwei Teams aus dem Club

Am hochsommerlichen Wochenende vom 4. und 5. Juli fand die 16. Bodensee Oldtimer Rallye um Friedrichshafen statt. Die Fahrstrecke führte über schöne, idyllische Landstraßen am Bodensee, am 1. Tag Richtung Bad Wurzach und am 2. Tag rund um das Deggenhauser Tal. An der Zuverlässigkeitsfahrt mit Gleichmäßigkeitsprüfungen nahmen 59 Fahrzeuge teil, wobei auf einer Gesamtstrecke von ca. 250 km 6 Wertungsprüfungen durchgeführt wurden.

Die beiden Teams aus dem Porsche Club für den klassischen 911 Südwest erreichten jeweils den zweiten Platz in ihrer Klasse und belegten den siebten und den neunten Platz von 59 Startern im Gesamtklassement.

Wie in den letzten Jahren war wieder die Messe in Friedrichshafen Dreh- und Angelpunkt der Bodensee Oldtimer Rallye. Schon am Donnerstag konnte die Abnahme absolviert und das Bordbuch in Empfang genommen werden. Davon machten eine ganze Reihe von Teams Gebrauch. Auch die beiden Teams aus unserem Club nutzten diese Gelegenheit.

Ingo Aust und Peter Stifel starteten mit Startnummer 4 in ihrem 1985er Targa in der Klasse 5 für klassische Fahrzeuge bis Baujahr 1985. Daniela und Ulrich Jager starteten mit Startnummer 15 in ihrem 1988er Coupé in der Klasse 6 Youngtimer bis Baujahr 1990.

Nach der Übernahme der Bordbücher war der Abend geprägt von der Vorbereitung der beiden kommenden Tage. Die Veranstaltung bestand aus fünf Gleichmäßigkeitsprüfungen mit geheimen Zeitkontrollen und wechselnden Schnitten. Die Prüfungen teilten sich auf drei Prüfungen am Samstag und zwei Prüfungen am Sonntag auf. Schon vor dem Start der Veranstaltung war klar, dass es ein heißes Wochenende werden würde.

Der Samstag begann noch einigermaßen kühl. Zumindest gelang es uns, die Temperaturen im Auto erträglich zu halten. Nach einem gemeinsamen Frühstück gab es in der Fahrerbesprechung die letzten Hinweise und dann ging es ab zum Start am Zeppelinmuseum in Friedrichshafen.

Vor der Mittagspause lag die erste Prüfung, die wir ganz ordentlich absolvieren konnten. Die folgende Verbindungsetappe zur Mittagspause gestaltete sich dann sportlich. Hier war die Zeit recht knapp bemessen, so dass es einige Teams nicht schafften, rechtzeitig anzukommen und es hagelte die ersten Strafzeiten für die aufgelaufenen Verspätungen. Wir konnten diese Strafen vermeiden und konnten die lange Pause dann auch recht entspannt genießen.

Die beiden Prüfungen des Nachmittags waren dann doch eine echte Hitzeschlacht. Die vielen Fahrer der Wassergekühlten nutzten jede sich bietende Gelegenheit, ihren Motoren durch Öffnen der Hauben etwas mehr Kühlung zu verschaffen. Unseren Luftgekühlten konnte die Hitze aber nichts anhaben. Auch wenn uns die dritte Prüfung bis nach Kongo führte. Die Temperaturen konnten einen wirklich in dem Glauben lassen, im heißen Afrika zu weilen.

Nach der dritten Prüfung ging es dann wieder zurück ins Ziel nach Friedrichshafen. Dort erhielten alle Teams als Geschenk des Sponsors einen Eimer mit Pflegemitteln für unsere Fahrzeuge. Dann wurden die Fahrzeuge in der Fußgängerzone am Zeppelinmuseum aufgestellt. Die Teams gönnten sich nun endlich die verdienten erfrischenden Getränke und natürlich auch ein leckeres Eis. Der Tag endete dann mit dem gemeinsamen mediterranen Abendbuffet in der Messe Friedrichshafen.

Nach der tropischen Nacht ging es dann am Sonntag wieder von der Messe in Friedrichshafen zu den beiden letzten Prüfungen. Die befanden sich im hügeligen Hinterland von Friedrichshafen. In der letzten Prüfung hieß es dann noch, auf fliegende Golfbälle zu achten, da ein Golfplatz zu durchqueren war. Es gelang allen, das gefürchtete Golfballdesign am Fahrzeug zu vermeiden. Danach hieß es, wieder zur Messe nach Friedrichshafen zurück zu fahren. Dort wartete auf uns das traditionelle Mittagessen: Schnitzel mit Kartoffelsalat. Und nach dem Essen fing dann das Warten auf die letzten Ergebnisse an.

Beim Aushang der Auswertung der vierten Prüfung ging ein Raunen durch die Menge: 99% der Teilnehmer sahen dort: Max-Zeit, 300 Sekunden! Nach kurzer aber intensiver Diskussion mit dem Auswerteteam konnte erreicht werden, dass die Ergebnisse erneut überprüft wurde. Die fiktive Zielzeit, die zu den hohen Strafen führte, war länger, als die gesamte Dauer der Prüfung! Nach Korrektur der Zielzeit sah die Welt wieder deutlich freundlicher aus. Trotz eines Verfahrers auf der vierten Prüfung, den fast alle Teams kassierten, konnten wir unsere Plätze halten.

Ingo und Peter belegten in ihrer sehr gut besetzten Klasse, den zweiten und im Gesamtergebnis den siebten Rang. Daniela und Uli wurden ebenfalls zweite ihrer Klasse und neunte im Gesamt. Für unseren Club haben wir also ein sehr gutes Ergebnis erreichen können. Nach seinem 7. Platz bei der Schwäbischen Alb Classic liegt Peter nun nach 3 von 5 Wertungsläufen für die ADAC Historic Trophy Baden-Württemberg 2015 mit 30 Punkten Abstand deutlich in Führung!

Auch in diesem Jahr hatte der ADAC Ortsclub Friedrichshafen wieder sehr schöne Strecken ausgesucht. Neben der sportlichen Wertung gab es parallel eine touristische Ausfahrt mit 11 Teilnehmern. Diese fand auf den gleichen Strecken statt, die in der sportlichen Wertung zu fahren sind. Es entfallen aber die Zeitprüfungen. Die touristische Ausfahrt ist für Einsteiger sehr gut geeignet, um sich mit dem Ablauf einer Oldtimer Rallye bekannt zu machen und sich auf größere Herausforderungen vorzubereiten.

Vielleicht sind wir dann im kommenden Jahr mehr als zwei Teams. Zusätzliche Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Text: Ulrich und Daniela Jager


05.07.2015

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