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Zum fünften Mal wurde diese touristische Rallye vom PCW veranstaltet, um in Gedenken an Ferdinand Porsche einen historischen Bogen zwischen seinen Wirkungsstätten, der Fa. Lohner, den Orten seiner Siege und der Fa, Austro Daimler zu spannen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Fa. Porsche Zentrum Gerstinger, die nicht nur eine beträchtlich materielle Zuwendung gewährte, sondern auch durch den persönlichen Einsatz von Herrn Ing. Marcel Hubner im Vorauswagen und Markenleiter Günther Ullrich im Schlusswagen die Veranstaltung erst möglich machte. Die Bäckerei Felber trug zum Lunchpaket mit Kornspitzen ebenso bei wie Vöslauer mit Getränken.

Im letzten Moment wurde von der Polizei eine Änderung der Strecke angeordnet und die Seiten 1 und 2 mussten in den bereits gebunden Roadbooks ausgetauscht werden. Aber wirklich beeinträchtigt wurde die Fahrt durch den an Heftigkeit wechselnden Regen. So starteten dann nur 24 unerschrockene Porscheglüher und ein Käfer Baujahr 1970 mit dem Gesamtsieger der Jahre 2005 und 2006, Andreas Kaderawek am Steuer.

Die Rallye war in fünf Ertappen und drei Sonderprüfungen gegliedert. Die Besonderheit stellen die Sonderprüfungen als Gleichmäßigkeitsprüfungen dar. Es sollte nicht eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren oder bestimmte Zielzeiten erreicht werden, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit wählten die Teilnehmer gemäß Ihrer Einschätzung was Straße, StVO, der Wagen und ihr Fahrkönnen erlaubten. Damit werden historische Automobile nicht überfordert und moderne Boliden unterfordert. Jede Sonderprüfung besteht nach diesem System aus zwei unterschiedlichen Routen, die mit möglichst gleicher Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren werden müssen.

Die erste Etappe endete gleichzeitig mit der Zieldurchfahrt Neulengbach, was von den ehrgeizigen Beifahrern ein Bisschen rechnen verlangte. Die Route über den Eichberg hätte bei klarem Wetter eine herrliche Aussicht geboten, wie es für den Großteil der Rallyestrecke geplant war.

Zu Mittag wurde im Gasthaus „Kalte Kuchl“ getafelt, wobei Qualität und Service ganz im Gegensatz zum Vorjahr am „Steinberg“ ausgezeichnet waren.

Teil zwei der ersten SP war am Ochsattel als Start der dritten Etappe zu fahren. Leider musste unser Käferpilot wegen eines multifatalen Radlagerschadens, trotz Hilfseinsatzes von Schlusswagenfahrer Günther Ullrich aufgeben. Es war ganz einfach kein passender Werkzug zur Hand. Da alle Teilnehmer gemäß Durchführungsbestimmungen in der Wertung blieben, auch wenn sie die Rallye nicht beendeten, durfte sich die Käferbesatzung mit dem Klassensieg trösten.

Die Etappe auf den Semmering endete mit dem Ziel des ersten Teils der zweiten Prüfung mit der Fahrt über die alte Passstraße, deren Befahren die Behörde ausdrücklich genehmigt hatte. Ferdinand Porsche siegte dort 1900 beim internationalen Semmering Bergrennen in die Automobilwertung mit dem Elektro – Lohner – Porsche.

Nach Kaffee und Kuchen im „Iglu“ wurde zur Etappe Kreuzung vor Wiesmath gestartet, wobei Teil zwei der zweiten SP „Unterberg“ zwischen St. Corona und Feistritz bewältigt werden musste. Das Ziel der Etappe vier war auch Ziel des ersten Teils der Sonderprüfung drei und gleichzeitig Start des zweiten Teils der SP 3 und gleichzeitig Start der fünften Etappe, was einiges Geschick der Mannschaft und Rechenleistung des Beifahrers erforderte. Belohnt wurden dies mit einem herrlichen Sonnenuntergangs – Panorama am Güterweg Bromberg.

Die fünfte Etappe musste neutralisiert werden, weil ein schwerer Unfall vor dem Ziel in Wiener Neustadt, der nicht im Zusammenhang mit der Tourenfahrt stand, eine großräumige Umleitung erforderlich machte. Das dieses Ungemach letztlich doch gemeistert werden konnte, ist besonders der Umsicht von Vorauswagenpiloten Ing. Hubner zu verdanken. Letztlich fanden sich alle 21, die durchgehalten hatten, nach mehr als 400 km im Ziel vor den imaginären Toren der ehemaligen Austro Daimler Werke ein, um Ihre Startkarten abzugeben. Unsere bewährten Zeitnehmer Ing. Franz Pintarich und Uschi Nikl konnten somit das Klassement erstellen und das sieht so aus:

1. Dr. Yvonne Popper – Wawronek/Mag. Walter Wawronek im 996

2. Kurt Menhofer / Gerald Hegenbart auf einem 356 Carrera 1972

3. Mag. Karl Steiner auf 911

4. DI Paul Danzinger auf Boxster S

5. Herbert Schöfbänker auf 997

Die ersten sechs des Gesamtklassements blieben unter 1000 Strafpunkte. Als sensationell sind die 36 Strafpunkte der Erstplatzierten zu betrachten. Der Herr Chauffeur hatte kurzfristig seine Gemahlin auf den Beifahrersitz verwiesen und so offenbar diese außerordentliche Beifahrerleistung von Frau Doktor ermöglicht.

Die Siegerehrung fand – schon zur vorgerückten Stunde - im Rahmen eines vorzüglichen Dinners im Hotel Holzinger in Möllersdorf statt.

Julius Ehrlich, Fahrtleiter

Ergebnisliste Etappen

Ergebnisliste Sonderprüfungen

Gesamtergebnis

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